Die kurze Antwort
Stapelverarbeitung heißt: ein Rezept, viele Dateien. Du legst das Ziel einmal fest: die längste Seite in Pixeln, das Format, die Qualität oder eine Maximalgröße in KB und vielleicht einen neuen Dateinamen. Danach durchläuft jedes Bild genau dieselben Schritte. Ein Ordner mit 200 Produktfotos kommt also einheitlich heraus statt als 200 leicht unterschiedliche Handarbeiten.
Im Tool unten wählst du unter Kette eine fertige Kette (zum Beispiel Web: 1600 px, JPG oder E-Mail: 1280 px, max. 300 KB), legst deine Fotos ab und klickst auf Alle als ZIP herunterladen. Passt keine der fertigen Ketten, baust du mit Schritt hinzufügen deine eigene und behältst sie mit Kette speichern für das nächste Mal.
Hier ausprobieren: Bilder stapelweise bearbeiten
Vollständige Tool-Seite öffnenWarum die Reihenfolge der Schritte wichtig ist
Die Dateigröße hängt vor allem von der Anzahl der Pixel und von der Kompressionsqualität ab. Ein Handyfoto mit 12 Megapixeln (4032 x 3024) hat etwa 7,5-mal so viele Pixel wie dasselbe Foto mit 1600 x 1200. Komprimierst du zuerst und verkleinerst danach, wird die Qualität für Pixel ausgelotet, die du ohnehin wegwirfst, und die verkleinerte Datei wird ein zweites Mal kodiert. Erst verkleinern und zuletzt komprimieren ergibt bei gleichen KB ein schärferes Bild.
Änderungen der Form kommen vor Änderungen der Größe. Dreh zuerst, wenn einige Fotos gedreht werden müssen, schneide dann zu oder füg einen Rand bis zum gewünschten Seitenverhältnis hinzu und bring das Bild danach auf die endgültige Breite und Höhe. Wenn du auf 1080 x 1350 verkleinerst und erst danach auf 4:5 zuschneidest, schneidet der Zuschnitt in ein schon kleines Bild, und das Ergebnis landet unter der gewünschten Größe.
Im Tool auf dieser Seite wird das Bild einmal dekodiert und einmal gespeichert. Die Schritte Format, Zielgröße und Umbenennen wirken erst beim Schreiben der Datei, ihre Position in der Liste spielt also keine Rolle. Die Schritte, die das Bild verändern (Einpassen, Exakte Größe, Auf Seitenverhältnis zuschneiden, Rand bis Seitenverhältnis, Drehen, Spiegeln), laufen von oben nach unten, und du kannst sie mit den Pfeilen nach oben und unten verschieben.
Typische Ketten für Shops, Blogs, E-Mail und Social Media
Das sind sinnvolle Ausgangspunkte, keine Regeln. Prüf die tatsächlichen Grenzen der Plattform, auf die du hochlädst, denn sie ändern sich und unterscheiden sich von Dienst zu Dienst.
| Zweck | Kette | Warum |
|---|---|---|
| Bilder für Blog oder Artikel | Einpassen in 1600 x 1600, Format JPG Qualität 80 (oder WebP 80) | Breit genug für eine scharfe Anzeige auf den meisten Bildschirmen, meist 150 bis 350 KB |
| Produktfotos im Onlineshop | Rand bis Seitenverhältnis 1:1 weiß, Exakte Größe 1000 x 1000 oder größer, Format JPG 90 | Quadratische Kacheln stehen im Raster sauber in einer Reihe, und das Produkt wird nie abgeschnitten |
| E-Mail-Anhänge | Einpassen in 1280 x 1280, Format JPG 80, Zielgröße 300 KB | Zwanzig Fotos bleiben bei rund 6 MB, deutlich unter üblichen Anhangsgrenzen |
| Instagram-Beiträge im Hochformat | Auf Seitenverhältnis zuschneiden 4:5, Exakte Größe 1080 x 1350, Format JPG 90 | Ein Hochformat 4:5 füllt mehr vom Feed als ein Quadrat; die exakte Größe verhindert einen zweiten Zuschnitt |
| Handyfotos archivieren | Einpassen in 2048 x 2048, Format JPG 85, Zielgröße 500 KB | Wandelt HEIC in JPG um und behält genug Details zum Ansehen und für kleine Abzüge |
| Schnelle Website, moderne Browser | Einpassen in 1920 x 1920, Format WebP 80 | WebP ist bei ähnlicher Qualität oft 25 bis 35 Prozent kleiner als JPG |
Schritt für Schritt
- Wähl unter Kette eine fertige Kette oder fang mit Eigene Kette an und nutze Schritt hinzufügen.
- Stell jeden Schritt ein: Max. Breite und Max. Höhe bei Einpassen, Breite und Höhe bei Exakte Größe, Seitenverhältnis und Farbe bei Rand bis Seitenverhältnis, Max. Größe in KB bei Zielgröße.
- Bring die Schritte mit den Pfeilen nach oben und unten in die richtige Reihenfolge: drehen, zuschneiden oder Rand hinzufügen, verkleinern. Was du nicht brauchst, entfernst du mit dem Kreuz.
- Leg die Fotos ab. JPG, PNG, WebP, HEIC, AVIF, GIF und BMP lassen sich in einem Stapel mischen, und jede Zeile zeigt die alte und die neue Pixelgröße.
- Prüf mit Vergleichen bei ein oder zwei Dateien die Schärfe und klick dann auf Alle als ZIP herunterladen.
- Gib einen Namen ein und klick auf Kette speichern, oder schick mit Mit diesen Einstellungen teilen genau dieselbe Kette als Link an eine Kollegin oder einen Kollegen.
Dateinamen und Originale
Ohne den Schritt Umbenennen behält jede Datei ihren ursprünglichen Namen mit der neuen Endung, aus IMG_2041.HEIC wird also IMG_2041.jpg. Umbenennen setzt ein Präfix vor den Namen, ein Suffix dahinter und mit Nummern hinzufügen eine fortlaufende Nummer wie -01, -02 in der Reihenfolge, in der die Dateien hinzugefügt wurden. Ein Präfix wie fruehjahrskatalog- plus ein Suffix wie -1600 zeigt auf einen Blick, wohin eine Datei gehört und welche Größe sie hat.
Für Websites sind kurze Namen in Kleinbuchstaben mit Bindestrichen und ohne Leerzeichen am sichersten: Sie funktionieren auf jedem Server und sehen in Links sauber aus. Verzichte dabei auf Umlaute und ß (ae, oe, ue, ss statt ä, ö, ü, ß). Beschreibende Wörter (rote-ledergeldboerse statt DSC0042) helfen auch ein wenig bei der Bildersuche, weil Suchmaschinen Dateinamen als kleinen Hinweis auf den Inhalt lesen.
Behalte immer die Originale. Das Tool verändert nie die Dateien auf deinem Gerät, es erstellt neue Kopien, die du herunterlädst. Speichere die Originale in voller Größe in einem Ordner und die Exporte in einem anderen. Jedes verlustbehaftete Speichern wirft etwas Detail weg. Brauchst du später eine andere Größe, fang also wieder beim Original an, statt einen schon komprimierten Export noch einmal zu komprimieren.
Im Vergleich mit Desktop-Programmen
Bildbearbeitungsprogramme können dasselbe, und wenn du ohnehin täglich mit einem arbeitest, ist das eine gute Wahl. Ein Browser-Tool lohnt sich, wenn du es auf einem Computer ohne installierte Programme brauchst, auf einem Firmenlaptop ohne Administratorrechte oder für eine einmalige Aufgabe, für die du dich nicht erst einarbeiten willst.
- Photoshop: Zeichne eine Aktion auf (Bildgröße ändern, als JPG speichern) und führ sie mit Datei > Automatisieren > Stapelverarbeitung aus, oder nutze für einfache Aufgaben das Skript Bildprozessor unter Datei > Skripten. Sehr flexibel, aber die erste Aktion einzurichten braucht etwas Übung.
- Lightroom Classic: Der Exportdialog bietet Größenanpassung, JPG-Qualität, eine Begrenzung der Dateigröße und Vorlagen für Dateinamen, alles als Exportvorgabe speicherbar. Hervorragend, wenn deine Fotos schon in einem Lightroom-Katalog liegen.
- IrfanView (Windows, kostenlos): Die Batch-Konvertierung im Menü Datei erledigt Größe, Format, Qualität und Umbenennungsmuster in einem Fenster. Schnell, aber HEIC braucht zusätzliche Plugins, und die Optionen sind auf mehrere Dialoge verteilt.
- macOS Vorschau und Kurzbefehle: In der Vorschau kannst du viele Bilder markieren, für alle die Größe anpassen und die Auswahl exportieren; auch Schnellaktionen im Finder und die App Kurzbefehle können Bilder umwandeln und verkleinern. Gut für einfache Aufgaben, Zielgrößen in KB und Ränder bis zum Quadrat machen aber mehr Arbeit.
- Windows: Microsoft PowerToys bringt eine Bildgrößenänderung (Image Resizer) ins Rechtsklickmenü. Praktisch zum Verkleinern, aber sie schneidet nicht zu, fügt keinen Rand hinzu und zielt nicht auf eine Dateigröße.
Häufige Probleme und Lösungen
- Dateien immer noch zu groß: Setz einen Schritt Einpassen vor Zielgröße. Zielgröße senkt nur die Qualität, ein Foto mit 4000 Pixeln und einem Limit von 100 KB kann also unscharf werden oder über dem Limit bleiben.
- Produkt in quadratischen Bildern abgeschnitten: Nimm Rand bis Seitenverhältnis statt Auf Seitenverhältnis zuschneiden und setz den Schritt vor Exakte Größe.
- Kleine Bilder sind unscharf geworden: Exakte Größe vergrößert Bilder, die kleiner als der Rahmen sind. Nimm Einpassen, wenn kleine Bilder so bleiben sollen, wie sie sind.
- PNG-Dateien wurden zu JPG: Ein Ziel in KB braucht verlustbehaftete Kompression, PNG wird also als JPG gespeichert oder als WebP, wenn es Transparenz hat. Entferne Zielgröße, um PNG zu behalten.
- Weißer Hintergrund hinter Logos: JPG kennt keine Transparenz, transparente Bereiche werden also mit Weiß oder mit der Farbe aus Rand bis Seitenverhältnis gefüllt. Wähl bei Format PNG oder WebP, um die Transparenz zu behalten.
- Fotos liegen auf der Seite: Handys speichern eine Drehinformation, die die meisten Browser beim Dekodieren anwenden. Liegt ein Foto trotzdem auf der Seite, füg für diesen Stapel einen Schritt Drehen hinzu.