Die kurze Antwort
Leg das Video unten auf dem Werkzeug ab. Als Ausgabeformat ist MP3 gewählt, die sicherste Wahl, damit es überall abspielt. Willst du genau den Originalton, wähl stattdessen M4A; zum Bearbeiten wähl WAV. Der Ton wird sofort extrahiert, und jede Datei bekommt einen Button Herunterladen, bei mehreren Videos kannst du auch Alle als ZIP herunterladen nutzen.
Wenn du M4A wählst und der Ton des Videos AAC ist, was bei fast jedem MP4 und MOV von Handys und Kameras der Fall ist, zeigt das Werkzeug: Ohne Neukodierung kopiert, kein Qualitätsverlust. Das dauert selbst bei einer zweistündigen Aufnahme etwa eine Sekunde.
Hier ausprobieren: MP4 in MP3
Vollständige Tool-Seite öffnenSo funktioniert das Extrahieren
Eine Videodatei ist ein Container mit getrennten Spuren: meist einer Videospur und einer Tonspur. Den Ton zu extrahieren bedeutet, nur die Tonspur in eine neue Datei zu schreiben und das Bild wegzulassen.
Kann das Zielformat den Ton so aufnehmen, wie er ist, wird die Spur unverändert kopiert. M4A gehört zur selben Container-Familie wie MP4, deshalb wandert der AAC-Ton eines MP4 oder MOV unberührt hinüber. MP3, WAV und OGG nutzen andere Codecs, deshalb wird der Ton dekodiert und neu kodiert. Bei MP3 und OGG ist das eine zweite verlustbehaftete Komprimierung, aber bei 192 kbit/s ist der Unterschied für fast alle Hörer nicht hörbar.
Welches Format du wählen solltest
MP3 ist das Format, das jedes Gerät versteht: Autoradios, Bluetooth-Lautsprecher, alte Handys, Smart-TVs und Sprachnachrichten-Apps. M4A liefert die Originalqualität in einer kleinen Datei und spielt auf iPhone, Android, Windows und Mac. WAV ist unkomprimiert, etwa zehnmal größer und das übliche Eingangsformat für Audio-Editoren und viele Transkriptionsdienste. OGG mit dem Codec Opus ist effizient und spielt in Browsern und auf Android, aber manche Player und Autosysteme unterstützen es nicht.
| Format | Was das Werkzeug schreibt | Größe pro Minute (Stereo) | Am besten für |
|---|---|---|---|
| MP3 | MP3 mit 192 kbit/s | etwa 1,4 MB | Überall abspielen, teilen |
| M4A | Original-AAC kopiert oder AAC mit 192 kbit/s | wie die Quelle, oft 1 bis 2 MB | Beste Qualität bei kleiner Größe |
| WAV | 16 Bit PCM mit der Original-Abtastrate | etwa 10 bis 11,5 MB | Bearbeiten, Transkription, Archiv |
| OGG | Opus mit 192 kbit/s | etwa 1,4 MB | Web, Android |
Bitrate und Qualität erklärt
Die Bitrate gibt an, wie viele Daten pro Sekunde Ton genutzt werden. Bei MP3 sind 128 kbit/s für Sprache und gelegentliches Hören in Ordnung, 192 kbit/s klingen für fast alle wie die Quelle, und 320 kbit/s sind das Maximum des Formats. Das Werkzeug nutzt 192 kbit/s für MP3 und OGG, ein Wert, der für Musik wie für Sprache passt.
Eine höhere Bitrate kann keine Qualität hinzufügen, die in der Quelle nicht steckt. Die meisten Handyvideos speichern ihren Ton als AAC mit mittlerer Bitrate, eine Umwandlung in ein MP3 mit 320 kbit/s würde die Datei also nur größer machen. Wenn du das bestmögliche Ergebnis willst, wähl M4A, das die Originaldaten behält.
WAV behält die Abtastrate des Videos, meist 48 kHz, und schreibt 16-Bit-Samples. MP3 unterstützt Abtastraten bis 48 kHz und höchstens zwei Kanäle, Surround-Ton wird also auf Stereo reduziert.
Vorlesungen, Musik und Sprachnachrichten
- Vorlesungen, Webinare und Meetings: MP3 oder M4A. Eine einstündige Vorlesung hat als MP3 mit 192 kbit/s etwa 86 MB, für ein Handy kein Problem. Für einen Transkriptionsdienst vermeiden WAV oder M4A einen zusätzlichen verlustbehafteten Schritt.
- Musik aus deinen eigenen Videos, etwa ein Konzert, das du gefilmt hast: M4A für die Originalqualität, MP3, wenn es auf einem älteren Gerät laufen muss.
- Sprachnachrichten und Interviews: M4A oder MP3 zum Teilen, WAV, wenn du Rauschen in einem Audio-Editor entfernen willst.
- Podcasts, die als Videocall aufgenommen wurden: WAV zum Bearbeiten, dann die fertige Folge als MP3 exportieren.
- Nur ein Teil des Videos: Schneide das Video zuerst mit dem schnellen Schnitt zu, der verlustfrei ist, und extrahiere dann den Ton aus dem kürzeren Clip.
Andere Wege
Auf dem Mac kann der QuickTime Player den Ton eines Videos über Ablage > Exportieren als > Nur Audio speichern, das ergibt eine M4A-Datei. Unter Windows schafft das VLC über Medien > Konvertieren/Speichern mit einem Audioprofil wie MP3. Wenn du die Kommandozeile nutzt, kopiert ffmpeg den Ton ohne Neukodierung mit den Optionen -vn -c:a copy und einem Ausgabenamen mit der Endung .m4a.
Das Werkzeug im Browser ist praktisch, wenn du nichts installieren willst, mehrere Dateien auf einmal umwandeln musst oder am Handy arbeitest: Es läuft in aktuellen Versionen von Safari und Chrome auf iPhone und Android, und das Ergebnis wird in deinen Dateien gespeichert.
Ein Hinweis zum Urheberrecht
Den Ton aus eigenen Aufnahmen, aus Videos, an denen du die Rechte hast, oder aus Material mit einer passenden Lizenz zu extrahieren, ist in Ordnung. Musik, Filme und Sendungen sind meist urheberrechtlich geschützt, und ihren Ton zu kopieren oder zu teilen kann verboten sein, selbst wenn das Video auf deinem Gerät liegt. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land; in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es zwar Regeln für Privatkopien, das Weitergeben oder Veröffentlichen ist aber in der Regel nicht erlaubt. Im Zweifel nutze nur Inhalte, die du selbst gemacht hast oder für die du eine Erlaubnis hast. Dieses Werkzeug arbeitet nur mit Dateien, die schon auf deinem Gerät sind, und lädt nichts von Streaming-Seiten herunter.