So liest du das Stimmgerät
Der große Buchstabe ist der Ton, den das Stimmgerät hört, die kleine Zahl daneben die Oktave (A4 ist das A über dem eingestrichenen C, also der Kammerton). Die Nadel zeigt den Abstand zu diesem Ton in Cent: Ein Cent ist ein Hundertstel eines Halbtons. Steht sie links von der Mitte, ist der Ton zu tief, dann spannst du die Saite etwas mehr; steht sie rechts, ist er zu hoch, dann lockerst du sie. Innerhalb von 5 Cent wird die Anzeige grün, und das ist genauer, als die meisten Menschen hören können.
Der Hinweis unter der Nadel sagt dir, in welche Richtung du drehen musst, und nennt die genaue Zielfrequenz. Dreh den Wirbel langsam und lass den Ton klingen: Nach einem Bruchteil einer Sekunde beruhigt sich die Anzeige.
Voreinstellungen und chromatischer Modus
Mit einer Instrument-Voreinstellung vergleicht das Stimmgerät den gehörten Ton mit der nächstgelegenen Saite dieses Instruments und hebt sie hervor. Liegt eine Saite sehr weit daneben, zum Beispiel eine neue Saite, die einen ganzen Ton zu tief ist, drück auf ihren Knopf, um das Stimmgerät auf diese Saite festzulegen, und danach auf Auto, um zurückzuwechseln. Referenz abspielen spielt den Zielton der markierten Saite, praktisch zum Stimmen nach Gehör.
Der chromatische Modus zeigt den nächstgelegenen der zwölf Töne. Damit funktioniert er für jede Stimmung, für Blasinstrumente, zum Prüfen eines Klaviers oder zum Singen. Im Menü Notenschrift wählst du zwischen Buchstaben (C D E, mit H statt B wie im Deutschen üblich) und Do Re Mi.
Kammerton A4: 440, 442 oder 432 Hz
Fast alle moderne Musik ist auf A4 = 440 Hz gestimmt. Viele Orchester stimmen etwas höher, auf 442 oder 443 Hz, und manche Musiker bevorzugen 432 Hz. Stell den Kammerton passend zu deiner Band, zum Playback oder zum Klavier ein, mit dem du spielst; alle Töne und Saitenziele verschieben sich mit.
Tipps für eine ruhige Anzeige
Stimm in einem ruhigen Raum und halte das Instrument nah ans Mikrofon. Zupf mit der Fingerkuppe statt mit hartem Plektrumanschlag und dämpf die anderen Saiten ab. Laptop-Mikrofone kommen mit Gitarre und Ukulele gut zurecht; für die tiefsten Basstöne klappt oft ein Handy- oder Headset-Mikrofon nah am Instrument besser, weil kleine Laptop-Mikrofone 40 Hz kaum aufnehmen. Gezupfte Saiten klingen am Anfang etwas zu hoch und sinken beim Ausklingen leicht ab, also lies die Nadel nach dem ersten Moment ab.