Die kurze Antwort
Leg den Song unten im Tool ab, drück auf +1 oder -1, bis der Halbtonzähler die gewünschte Änderung zeigt, und drück auf Tonhöhe ändern. Hör dir das Ergebnis im Player an und vergleich es mit dem Original. Passt es, wählst du MP3, WAV oder M4A und lädst es herunter. Tempo beibehalten bleibt eingeschaltet, so behält der Song seine Länge und sein Tempo.
Wenn du die Tonart des Songs kennst, wähl sie unter Tonart des Songs aus: Das Tool zeigt dann die neue Tonart an, zum Beispiel D statt C, wenn du zwei Halbtöne nach oben gehst.
Hier ausprobieren: Tonart ändern
Vollständige Tool-Seite öffnenHalbtöne und Tonarten
Die westliche Musik teilt die Oktave in zwölf Halbtöne: C, C#, D, D#, E, F, F#, G, G#, A, A# und H, dann wieder C. Im Deutschen heißt der Ton, den man im Englischen B nennt, H; B ist bei uns der Ton einen Halbton darunter, also A#. Wenn du jeden Ton eines Songs um dieselbe Zahl Halbtöne verschiebst, nennt man das Transponieren. Melodie, Akkorde und ihre Beziehungen bleiben gleich; nur die Gesamttonhöhe ändert sich.
Mit dieser Tabelle siehst du, wo ein Song landet. Such die Originaltonart in der ersten Spalte und geh um die Zahl der Halbtöne nach rechts.
| Originaltonart | +1 | +2 | +3 | -1 | -2 | -3 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| C | C# | D | D# | H | A# | A |
| D | D# | E | F | C# | C | H |
| E | F | F# | G | D# | D | C# |
| F | F# | G | G# | E | D# | D |
| G | G# | A | A# | F# | F | E |
| A | A# | H | C | G# | G | F# |
Die richtige Tonart für deine Stimme finden
Ist ein Song zu hoch, merkst du es meist zuerst im Refrain: Du presst oder deine Stimme kippt bei den höchsten Tönen. Probier zwei oder drei Halbtöne tiefer. Ist er zu tief und du nuschelst in den Strophen, geh um dieselbe Anzahl nach oben. Sing mit jeder Version den höchsten und den tiefsten Teil des Songs, bevor du dich entscheidest; die beste Tonart ist die, in der sich beide gut anfühlen.
Sänger und Sängerinnen singen denselben Song oft etwa vier bis fünf Halbtöne auseinander. Chöre und Karaoke-Versionen verschieben häufig um einen bis drei Halbtöne.
Warum das Tempo gleich bleiben kann
Spielt man eine Aufnahme schneller ab, steigt ihre Tonhöhe, so wie bei einer Schallplatte oder Kassette, die zu schnell läuft. Um nur die Tonhöhe zu ändern, nutzt das Tool einen Phase-Vocoder. Er zerlegt den Klang in kurze, überlappende Abschnitte von etwa 90 Millisekunden, misst die genaue Frequenz jedes Bestandteils, dehnt den Klang zeitlich unter Beibehaltung dieser Frequenzen und rechnet ihn dann auf seine ursprüngliche Länge zurück. Das Ergebnis hat die neue Tonhöhe und die ursprüngliche Länge.
Phase Locking hält die Obertöne jedes Tons zusammen und beseitigt so den Großteil des hohlen, phasigen Klangs, den einfache Pitch-Shifter erzeugen. Nimmst du den Haken bei Tempo beibehalten heraus, rechnet das Tool nur um: Tempo und Tonhöhe ändern sich gemeinsam wie bei einer Schallplatte, und der Klang bleibt völlig sauber.
Den Klang natürlich halten
Verschiebungen um einen bis drei Halbtöne klingen bei fast jeder Musik natürlich. Größere Verschiebungen hört man auf ein paar typische Arten: Schlagzeugschläge verlieren etwas Schärfe, und Stimmen verändern ihren Charakter, weil sich die Resonanzen von Rachen und Mund, die Formanten, mit der Tonhöhe verschieben. Eine um fünf Halbtöne angehobene Stimme klingt kleiner und heller, eine um fünf abgesenkte größer und dunkler.
Für das beste Ergebnis startest du mit einer Datei guter Qualität, etwa einer WAV oder einer MP3 mit hoher Bitrate, und hältst die Änderung so klein, wie deine Stimme es erlaubt. Speichere als WAV, wenn du die Datei weiterbearbeiten willst, als MP3 für die größte Kompatibilität oder als M4A für Apple-Geräte.
Feinabstimmung in Cent
Manche Aufnahmen sind nicht auf den üblichen Kammerton A4 = 440 Hz gestimmt. Alte Kassettenaufnahmen laufen vielleicht etwas zu schnell, und manche Musik ist auf 432 Hz gestimmt. Klingt dein Instrument zu einer solchen Aufnahme auch in der richtigen Tonart etwas schief, nimm die Feinabstimmung: Ein Cent ist ein Hundertstel eines Halbtons. Ein Song mit 432 Hz braucht etwa +32 Cent, um zu 440 Hz zu passen, umgekehrt etwa -32 Cent.
Zu einer Aufnahme mitspielen
Transponieren hilft auch Instrumentalisten. Einen Song in Es, den ein Gitarrist einen Halbton tiefer gestimmt spielt, kannst du einen Halbton nach oben auf E verschieben und dann in Standardstimmung mitspielen. Bläser verschieben Aufnahmen zum Üben oft in Tonarten, die zu ihrem Instrument passen. Prüf mit dem Online-Stimmgerät die Stimmung deines Instruments, bevor du es mit der Aufnahme vergleichst.