Die kurze Antwort
Öffne das Video unten im Tool. Wähle unter Geschwindigkeit 0,25x, 0,5x oder 0,75x, um es zu verlangsamen, oder 1,25x, 1,5x, 2x, 3x oder 4x, um es zu beschleunigen. Wähle unter Ton Behalten, natürliche Tonhöhe, Behalten, Tonhöhe ändert sich oder Entfernen. Die Vorschau läuft schon im gewählten Tempo, und die Zeile unter den Optionen zeigt die neue Länge und ob das Bild übernommen oder neu kodiert wird. Klick auf Tempo ändern, prüf das Ergebnis und lade es herunter.
Das Ergebnis behält das Format des Originals: Ein MP4 bleibt MP4, ein WebM bleibt WebM. Unterstützt werden MP4, MOV, WebM und MKV, und nichts wird hochgeladen, denn die ganze Arbeit läuft auf deinem Gerät.
Hier ausprobieren: Videogeschwindigkeit ändern
Vollständige Tool-Seite öffnenWelches Tempo passt?
Die neue Länge ist einfach die alte Länge geteilt durch das Tempo. Ein Video mit 3 Minuten dauert bei 2x noch 1 Minute 30 Sekunden, bei 0,5x dagegen 6 Minuten. Die Tabelle zeigt typische Einsätze für jedes Tempo.
Wenn ein Clip in eine Längengrenze passen muss, teil die aktuelle Länge durch die Grenze und nimm das nächsthöhere Tempo. Ein Clip mit 90 Sekunden für eine Grenze von 60 Sekunden braucht 1,5x, ein Clip mit 2 Minuten für 60 Sekunden braucht 2x.
| Tempo | Neue Länge eines 60-s-Clips | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 0,25x | 4 min | Ein einzelner Moment: ein Spritzer, ein Sprung, ein Ballkontakt |
| 0,5x | 2 min | Klassische Zeitlupe für Sport und Tanz |
| 0,75x | 80 s | Schnellsprechern oder flinken Handgriffen folgen |
| 1,25x | 48 s | Vorlesungen und Videos mit viel Gerede straffen |
| 1,5x | 40 s | Bildschirmaufnahmen, Tutorials, eine Zeitgrenze einhalten |
| 2x | 30 s | Kochvideos, Anleitungen, lange Vorführungen |
| 3x und 4x | 20 s und 15 s | Zeitraffer beim Malen, Bauen oder Putzen |
Warum das Bild meist seine Qualität behält
Jedes Bild in einer Videodatei hat einen Zeitstempel, der sagt, wann es erscheinen soll. Für ein anderes Tempo braucht es nur neue Zeitstempel: Die Bilder selbst werden unverändert kopiert. Deshalb ist das Tool auch bei langen Videos schnell, und jedes Bild sieht genau aus wie im Original. In Tests wurde ein Video mit 30 fps bei 2x zu einem Video mit 60 fps, bei dem jedes Bild erhalten blieb und nichts neu kodiert wurde.
Die Grenze liegt bei etwa 60 Bildern pro Sekunde im Ergebnis. Ein Video mit 30 fps bräuchte bei 4x 120 Bilder pro Sekunde, und das können die meisten Bildschirme und Player ohnehin nicht zeigen. In diesem Fall lässt das Tool die überzähligen Bilder weg und kodiert das Bild mit 30 fps neu, damit die Datei flüssig bleibt und überall läuft. Der Hinweis unter den Optionen sagt dir das vor dem Speichern: Entweder wird das Bild ohne Neukodierung übernommen, oder überzählige Bilder werden weggelassen und das Bild wird neu kodiert. Das fertige Ergebnis ist mit Ohne Qualitätsverlust oder Neu kodiert markiert.
Was mit dem Ton passiert
Wird Ton schneller abgespielt, steigt seine Tonhöhe, wird er langsamer abgespielt, sinkt sie. Das ist die bekannte Micky-Maus-Stimme bei 2x und die tiefe, verschwommene Stimme in Zeitlupe. Die Option Ton bietet dir drei Möglichkeiten.
Behalten, natürliche Tonhöhe zerlegt den Ton in sehr kurze Stücke und setzt sie im neuen Tempo wieder zusammen, wobei jedes Stück so gewählt wird, dass die Wellen zueinander passen. In unseren Tests blieb ein Ton mit 440 Hz bei jedem Tempo von 0,25x bis 4x bei 440 Hz, Sprache bleibt also klar und Musik in ihrer Tonart. An den Extremen ist ein leichtes Echo oder eine gewisse Rauheit zu hören, das ist bei diesem Verfahren normal. Behalten, Tonhöhe ändert sich funktioniert wie ein Tonband oder eine Schallplatte: Bei 0,25x wurde derselbe Ton mit 440 Hz zu 110 Hz, zwei Oktaven tiefer. Entfernen macht das Video stumm.
- Vorträge, Unterricht, Tutorials: Behalten, natürliche Tonhöhe
- Lustiger Effekt, Retro-Kassetten-Gefühl: Behalten, Tonhöhe ändert sich
- Zeitraffer und Zeitlupe: Entfernen, danach bei Bedarf Musik hinzufügen
- Störende Hintergrundgeräusche: Entfernen
So wird Zeitlupe flüssig
Beim Verlangsamen werden dieselben Bilder auf eine längere Zeit verteilt. Ein Video mit 30 fps läuft bei 0,5x mit 15 Bildern pro Sekunde und bei 0,25x nur noch mit 7,5, was wie eine Folge von Fotos aussieht. Das Tool erfindet keine Zwischenbilder, die Flüssigkeit hängt also von der Originalaufnahme ab.
Wenn du eine Szene verlangsamen willst, nimm sie mit 60 fps oder im Zeitlupenmodus deines Handys auf, der oft mit 120 oder 240 fps filmt. Ein Clip mit 120 fps läuft bei 0,25x immer noch mit 30 Bildern pro Sekunde und wirkt völlig flüssig. Bei Videos, die du schon hast, sieht 0,5x oder 0,75x meist besser aus als 0,25x.
Tempo mit vorinstallierten Apps ändern
iMovie auf iPhone, iPad und Mac hat für jeden Clip einen Regler für die Geschwindigkeit, und mit Clipchamp unter Windows kannst du Clips beschleunigen oder verlangsamen. Handys, die Zeitlupe aufnehmen, lassen dich in der Galerie- oder Fotos-App außerdem wählen, welcher Teil eines Zeitlupenclips langsam läuft. Diese Programme speichern in der Regel, indem sie das ganze Video neu kodieren.
Das Browser-Tool ist praktisch, wenn du nur das Tempo einer ganzen Datei ändern willst, das Bild unangetastet bleiben soll oder du mit WebM- und MKV-Dateien arbeitest, die manche Programme nicht öffnen. Um nur einen Teil schneller oder langsamer zu machen, schneidest du diesen Teil zuerst mit einem Tool zum Video kürzen heraus und änderst dann sein Tempo.
Häufige Probleme und Lösungen
- Dein Browser kann dieses Format nicht erstellen: Firefox kann keinen AAC-Ton kodieren, den MP4 und MOV brauchen. Nimm Chrome, Edge oder Safari, oder wähle beim Ton Entfernen.
- Die Zeitlupe ruckelt: Das Original hat zu wenige Bilder pro Sekunde. Nimm ein sanfteres Tempo wie 0,5x oder filme mit höherer Bildrate.
- Der Ton hat bei 0,25x oder 4x ein leichtes Echo: Das ist die Grenze der Tonhöhenkorrektur bei extremem Tempo. Probier ein Tempo näher an 1x, oder entferne den Ton und füge Musik hinzu.
- Das Video ist zu lang für die Bearbeitung im Browser: Schneide es zuerst in kürzere Teile, ändere ihr Tempo und füge sie danach wieder zusammen.
- Die Datei lässt sich nicht lesen: Manche Codecs, etwa HEVC von iPhones, kann nicht jeder Browser dekodieren. Probier Chrome, Edge oder Safari, oder wandle das Video zuerst in MP4 um.