Die kurze Antwort
Leg das Foto auf den Editor unten. Schieb die Belichtung in kleinen Schritten nach rechts, bis Gesichter oder das Hauptobjekt natürlich hell sind. Sind die Ecken oder der Hintergrund noch zu dunkel, erhöhe Tiefen. Wird ein Fenster oder der Himmel weiß, senke Lichter. Gib zum Schluss 5 bis 15 Punkte Kontrast dazu und prüfe das Ergebnis, indem du die Vorschau gedrückt hältst: Dann siehst du das Original.
Wenn der Look stimmt, drück auf Herunterladen. Hast du weitere Fotos vom selben Ort und zur selben Zeit, füge sie alle hinzu: Jedes Foto in der Liste bekommt dieselben Einstellungen, so bleibt eine Serie einheitlich.
Hier ausprobieren: Fotos bearbeiten
Vollständige Tool-Seite öffnenWarum Fotos zu dunkel werden
Eine Kamera misst das Licht der ganzen Szene und wählt dafür eine Belichtung. Ist etwas sehr Helles im Bild, etwa ein Fenster hinter einer Person, ein sonniger Himmel oder eine Lampe, senkt die Kamera die Belichtung, damit dieser helle Teil nicht weiß wird. Alles andere wird dann zu dunkel. Handys gleichen das zum Großteil automatisch aus, doch Porträts im Gegenlicht, Abendaufnahmen in Innenräumen und Fotos dunkler Gegenstände vor hellem Hintergrund werden trotzdem oft zu dunkel.
Die zweite häufige Ursache ist schlicht zu wenig Licht: ein Zimmer am Abend, ein Konzert, ein Restaurant. Hier muss die Kamera zwischen einem dunklen und einem verrauschten, verwackelten Bild wählen. Nachträgliches Aufhellen funktioniert gut, macht aber auch das Rauschen in dunklen Bereichen sichtbarer. Maßvolle Einstellungen ergeben deshalb das natürlichste Ergebnis.
Belichtung, Helligkeit und Tiefen sind nicht dasselbe
Der Editor hat mehrere Regler, die ein Foto heller machen, und jeder verändert einen anderen Teil des Tonwertbereichs. Wer den Unterschied kennt, bekommt eine natürliche Korrektur statt eines grauen, ausgewaschenen Bildes.
- Belichtung wirkt so, als würdest du nachträglich die Blende der Kamera öffnen. Sie vervielfacht das Licht im ganzen Bild gleichmäßig, die Farben bleiben also satt. Für ein unterbelichtetes Foto ist sie der richtige erste Schritt. Die Skala reicht bis zu zwei Blendenstufen heller oder dunkler.
- Helligkeit hebt vor allem die Mitteltöne an, Schwarz bleibt schwarz und Weiß bleibt weiß. Nutze sie für ein sanftes Aufhellen, wenn das Foto nur etwas zu dunkel ist.
- Tiefen hellt nur die dunklen Teile des Bildes auf: Gesichter im Gegenlicht, das Innere eines Raums, dunkle Kleidung. Die hellen Teile ändern sich kaum.
- Lichter macht das Gegenteil: Wenn du den Regler senkst, kommen Details in hellen Bereichen zurück, etwa in Wolken, einem weißen Hemd oder einem Fenster, das gerade ausbrennt.
- Kontrast zieht die Tonwerte wieder auseinander. Nach dem Aufhellen wirkt ein Foto oft flach; etwas Kontrast bringt die Tiefe zurück.
| Problem | Erster Regler | Danach |
|---|---|---|
| Ganzes Foto zu dunkel | Belichtung hoch | Kontrast etwas hoch |
| Gesicht im Gegenlicht, heller Hintergrund | Tiefen hoch | Lichter runter |
| Etwas matt, nicht wirklich dunkel | Helligkeit hoch | Sättigung etwas hoch |
| Himmel oder Fenster nach dem Aufhellen weiß | Lichter runter | Belichtung eine Stufe runter |
| Wirkt nach der Korrektur grau und flach | Kontrast hoch | Schärfe etwas hoch |
Farbe nach dem Aufhellen
Dunkle Innenaufnahmen haben durch Lampenlicht oft einen orangen oder gelben Stich, dunkle Außenaufnahmen im Schatten oder in der Dämmerung wirken eher blau. Sobald das Foto heller ist, fallen diese Farbstiche stärker auf. Wärme korrigiert sie: Schieb den Regler nach links, um ein oranges Bild abzukühlen, nach rechts, um ein blaues zu erwärmen. Kleine Werte von 10 bis 25 reichen meistens.
Wirken die Farben nach dem Aufhellen schwach, gib etwas Sättigung dazu. Sei bei Hauttönen vorsichtig: Über etwa 20 bis 30 wirken sie schnell unnatürlich. Der Filter Lebendig ist ein guter Ausgangspunkt für Landschaften und Essen; für Porträts hellt Weich die Tiefen auf und zähmt helle Bereiche, das schmeichelt Gesichtern.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Nur die Helligkeit bis zum Anschlag hochziehen. Das Bild wird milchig, weil die dunkelsten Töne angehoben werden und kein Kontrast mehr übrig bleibt. Nimm zuerst Belichtung, dann Kontrast.
- Die hellen Bereiche übersehen. Prüfe nach dem Erhöhen der Belichtung Fenster, Himmel und weiße Kleidung; verlieren sie alle Details, senke Lichter.
- Ein dunkles, verrauschtes Foto zu stark schärfen. Schärfe macht Rauschen sichtbarer. Bleib niedrig, bei etwa 10 bis 25, oder lass den Regler bei Nachtaufnahmen auf null.
- Jedes Foto einer Serie anders bearbeiten. Füge die ganze Serie auf einmal hinzu, dann bekommen alle dieselben Einstellungen und passen zusammen.
- Die einzige Kopie überschreiben. Der Editor speichert eine neue Datei mit -edited im Namen, dein Original bleibt unverändert.
Qualität, Größe und Datenschutz
Das bearbeitete Foto hat genau dieselbe Auflösung wie das Original. JPG- und WebP-Dateien werden in hoher Qualität gespeichert, PNG ganz ohne Verlust, ein Bearbeitungsdurchgang verringert die Qualität also nicht sichtbar. HEIC-Fotos vom iPhone und AVIF-Dateien werden als JPG gespeichert, weil sich das überall öffnen lässt.
Die Kameradaten aus der Originaldatei (EXIF), etwa Kameramodell, Datum und GPS-Standort, werden nicht in die bearbeitete Datei übernommen. Das ist gut für den Datenschutz, wenn du das Foto teilst. Sortierst du deine Fotos in einer Album-App nach Datum, behalte aber auch das Original.
Die ganze Bearbeitung passiert in deinem Browser. Deine Fotos werden auf keinen Server hochgeladen, das ist wichtig bei Familienbildern, Dokumenten und allem, was du lieber für dich behältst.