Die kurze Antwort
Leg deine Audio- oder Videodateien unten auf das Tool. Lass Modus auf Um Dezibel ändern und wähle einen Schnellbutton wie +6 dB, oder schieb den Regler auf einen Wert zwischen -30 und +30 dB. Jede Datei wird sofort bearbeitet; lade sie einzeln herunter oder klick bei mehreren Dateien auf Alle als ZIP herunterladen.
Wenn mehrere Dateien gleich laut klingen sollen, wechsle zu Normalisieren und wähle einen Zielpegel, zum Beispiel -14 LUFS (YouTube, Spotify). Alles passiert auf deinem Gerät, nichts wird hochgeladen.
Hier ausprobieren: Lautstärke erhöhen
Vollständige Tool-Seite öffnenWie viele Dezibel du hinzufügen solltest
Lautstärkeänderungen werden in Dezibel (dB) gemessen. Jede Anhebung um +6 dB verdoppelt die Amplitude der Schallwelle, und +10 dB werden als ungefähr doppelt so laut empfunden. Der Regler zeigt dieselbe Änderung auch in Prozent, du siehst also, dass +6 dB etwa 200 % bedeuten. Kleine Schritte bewirken viel: +3 dB ist eine spürbare Anhebung, +6 dB reicht für die meisten leisen Handyaufnahmen, und +10 bis +15 dB sind für sehr leises Audio gedacht.
Negative Werte wirken genauso in die andere Richtung. Das ist nützlich, wenn eine Datei in einer Sammlung viel lauter ist als die anderen.
| Änderung | Amplitudenfaktor | Angezeigt als | Wie es klingt |
|---|---|---|---|
| -6 dB | 0,50 | 50 % | Deutlich leiser |
| +3 dB | 1,41 | 141 % | Etwas lauter |
| +6 dB | 2,00 | 200 % | Deutlich lauter |
| +10 dB | 3,16 | 316 % | Etwa doppelt so laut |
| +20 dB | 10,0 | 1.000 % | Viel lauter, für sehr leise Aufnahmen |
| +30 dB | 31,6 | 3.162 % | Das Maximum, nur für fast stumme Dateien |
Warum angehobenes Audio knistert und wie das hier vermieden wird
Digitales Audio hat eine Obergrenze. Wenn eine Anhebung eine Spitze darüber hinausdrückt, schneidet ein einfacher Verstärker die Welle flach ab, und dieses harte Clipping hört man als Knistern oder Verzerrung. Viele schnelle Lautstärke-Apps machen genau das.
Dieses Tool lässt alles unter -1 dBFS unverändert durch und biegt lautere Spitzen entlang einer weichen Kurve, die sich der Obergrenze nähert, sie aber nie überschreitet. Leise und normale Passagen bekommen die volle Anhebung, und laute Momente bleiben sauber. Bei sehr starken Anhebungen einer Datei, die schon laut ist, werden die Spitzen zusammengedrückt, und der Klang kann flach oder komprimiert wirken. Füge also nur so viel hinzu, wie du brauchst.
Normalisieren: Spitze oder LUFS
Normalisieren misst jede Datei zuerst und wendet dann genau die nötige Verstärkung an. Spitze bei -1 dB hebt den lautesten einzelnen Moment auf -1 dB, so laut, wie die Datei ohne Begrenzung werden kann. Das ist einfach, aber ein einziger kurzer Knall bestimmt das Ergebnis, zwei normalisierte Dateien können also trotzdem sehr unterschiedlich klingen.
Die LUFS-Ziele messen, wie laut die ganze Datei für das Ohr klingt. Das Tool nutzt das Verfahren nach ITU-R BS.1770 mit K-Gewichtung und Gating, denselben Ansatz, den Rundfunk und Streamingdienste verwenden; in unserem Test ergab ein 1-kHz-Stereoton mit -26 dBFS genau -26 LUFS. Es ist eine genaue Messung, aber kein zertifiziertes Messgerät. Die Ergebniszeile zeigt den gemessenen Wert und die Änderung, zum Beispiel Von -20,3 auf -14 LUFS (+6,3 dB). Würde das Erreichen des Ziels Spitzen über -1 dB drücken, werden sie sanft begrenzt, sehr dynamische Dateien können deshalb knapp unter dem Ziel enden.
| Zielpegel | Typischer Einsatz |
|---|---|
| Spitze bei -1 dB | So laut wie möglich ohne Begrenzung, einzelne Dateien |
| -14 LUFS | Musik und Video für YouTube, Spotify und ähnliche Dienste |
| -16 LUFS | Podcasts, Hörbücher, Sprache |
| -23 LUFS | Rundfunk, der europäische Standard EBU R128 |
Videos und Dateiformate
Bei MP4-, MOV-, WebM- und MKV-Videos wird nur der Ton verändert: Das Bild wird so übernommen, wie es ist, ohne Neukodierung. Die Bildqualität bleibt also identisch, und auch lange Videos sind schnell fertig. Der Ton selbst wird mit hoher Bitrate neu kodiert.
Jede Datei behält ihr Format. MP4, MOV und M4A bekommen AAC-Ton, WebM, MKV und OGG bekommen Opus, MP3-Dateien werden mit LAME kodiert, und WAV bleibt unkomprimiertes PCM. FLAC wird als WAV gespeichert, das ebenfalls verlustfrei ist, weil Browser kein FLAC schreiben können. Firefox kann keinen AAC-Ton erstellen; nimm für MP4, MOV und M4A deshalb Chrome, Edge oder Safari.
- MP3 rein, MP3 raus
- M4A, MP4, MOV: AAC-Ton, Bild übernommen
- WebM, MKV, OGG: Opus-Ton, Bild übernommen
- WAV rein, WAV raus
- FLAC rein, WAV raus
Andere Wege, Audio lauter zu machen
Wiedergabeeinstellungen, etwa eine Player-Lautstärke über 100 %, ändern nur, was du auf diesem Gerät hörst; die Datei selbst bleibt leise, wenn du sie weiterschickst. Videoschnittprogramme wie iMovie und Clipchamp können die Lautstärke eines Clips anheben, und das kostenlose Desktop-Programm Audacity hat die Effekte Verstärken und Normalisieren, wenn du die Wellenform von Hand bearbeiten willst.
Das Browser-Tool ist schneller, wenn du nur eine lautere Datei brauchst, einen ganzen Stapel auf dieselbe Lautheit bringen willst oder an einem Computer sitzt, auf dem du keine Software installieren kannst.
Häufige Probleme und Lösungen
- Die Sprache ist lauter, das Rauschen aber auch: Eine Lautstärkeänderung hebt alles gleich stark an, auch Hintergrundgeräusche und Brummen. Sie kann eine Stimme nicht von Störgeräuschen trennen.
- Das Ergebnis klingt flach oder gequetscht: Die Anhebung war zu stark für eine Datei, die schon laut ist. Nimm einen kleineren Wert oder Normalisieren mit -14 LUFS.
- Nach Spitze bei -1 dB hat sich nichts geändert: Die Datei hatte schon eine Spitze nahe -1 dB. Nimm stattdessen ein LUFS-Ziel, das die durchschnittliche Lautheit betrachtet.
- Diese Datei ist stumm, es gibt also nichts anzupassen: Die Datei enthält keinen hörbaren Ton, der gemessen werden könnte.
- Dein Browser kann dieses Format nicht erstellen: Firefox kann kein AAC schreiben. Öffne das Tool für MP4, MOV und M4A in Chrome, Edge oder Safari.
- Die FLAC-Datei kam als WAV zurück: Browser können kein FLAC schreiben, deshalb wird das verlustfreie WAV-Format verwendet.