Buchstaben A bis Z
Als der Code entworfen wurde, bekamen die häufigsten Buchstaben des Englischen die kürzesten Codes: E ist ein Punkt, T ein Strich, A und I haben zwei Zeichen. Seltene Buchstaben wie Q, Y und Z haben vier. Auch im Deutschen ist E der häufigste Buchstabe, deshalb passt die Verteilung gut.
| Buchstabe | Code | Buchstabe | Code |
|---|---|---|---|
| A | .− | N | −. |
| B | −... | O | −−− |
| C | −.−. | P | .−−. |
| D | −.. | Q | −−.− |
| E | . | R | .−. |
| F | ..−. | S | ... |
| G | −−. | T | − |
| H | .... | U | ..− |
| I | .. | V | ...− |
| J | .−−− | W | .−− |
| K | −.− | X | −..− |
| L | .−.. | Y | −.−− |
| M | −− | Z | −−.. |
Ziffern 0 bis 9
Ziffern haben immer fünf Zeichen und folgen einem einfachen Muster: 1 bis 5 beginnen mit Punkten und werden mit Strichen aufgefüllt, 6 bis 9 beginnen mit Strichen und werden mit Punkten aufgefüllt, und 0 sind fünf Striche.
| Ziffer | Code | Ziffer | Code |
|---|---|---|---|
| 1 | .−−−− | 6 | −.... |
| 2 | ..−−− | 7 | −−... |
| 3 | ...−− | 8 | −−−.. |
| 4 | ....− | 9 | −−−−. |
| 5 | ..... | 0 | −−−−− |
Satzzeichen
Der internationale Morsecode legt auch die gängigen Satzzeichen fest. Sie sind länger, meist sechs Zeichen, und werden deshalb selten mit Buchstaben verwechselt.
| Zeichen | Code | Zeichen | Code |
|---|---|---|---|
| Punkt . | .−.−.− | Schrägstrich / | −..−. |
| Komma , | −−..−− | Gleichheitszeichen = | −...− |
| Fragezeichen ? | ..−−.. | Plus + | .−.−. |
| Apostroph ' | .−−−−. | Bindestrich | −....− |
| Doppelpunkt : | −−−... | Anführungszeichen " | .−..−. |
| Klammer auf ( | −.−−. | Klammer zu ) | −.−−.− |
| At-Zeichen @ | .−−.−. | Ausrufezeichen ! | −.−.−− |
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Vollständige Tool-Seite öffnenTiming: die eigentlichen Regeln des Morsens
Morsecode ist ein Rhythmus, keine Sammlung von Symbolen. Alles wird in einer Einheit gemessen, der Länge eines Punkts. Ein Strich dauert drei Einheiten. Innerhalb eines Buchstabens sind die Zeichen durch eine Einheit Stille getrennt; Buchstaben durch drei Einheiten und Wörter durch sieben. Geschriebener Morsecode zeigt die Pause zwischen Buchstaben als Leerzeichen und die zwischen Wörtern als Schrägstrich.
Das Tempo wird in Wörtern pro Minute (WPM) angegeben, gemessen mit dem Wort PARIS, das einschließlich der Pause danach genau 50 Einheiten lang ist. Bei 20 WPM dauert ein Punkt 60 Millisekunden, bei 5 WPM 240 Millisekunden. Die Formel lautet: Punktlänge in Sekunden = 1,2 geteilt durch WPM.
| Element | Länge |
|---|---|
| Punkt | 1 Einheit |
| Strich | 3 Einheiten |
| Pause innerhalb eines Buchstabens | 1 Einheit |
| Pause zwischen Buchstaben | 3 Einheiten |
| Pause zwischen Wörtern | 7 Einheiten |
SOS und andere bekannte Signale
SOS besteht aus drei Punkten, drei Strichen und drei Punkten. Als Notsignal wird es als ein durchgehendes Muster gegeben, ohne die üblichen Pausen zwischen den Buchstaben, damit es sich von normalem Text abhebt. Gewählt wurde es, weil es leicht zu senden und zu erkennen ist, nicht weil es für Wörter steht; save our souls ist eine spätere Deutung.
Funker nutzen außerdem kurze Abkürzungen: CQ ruft jede Station, K bedeutet bitte kommen, AR markiert das Ende einer Nachricht und SK das Ende der Verbindung. Sie werden mit normalen Buchstaben geschrieben und im Übersetzer mit dem üblichen Timing gesendet.
Buchstaben mit Akzenten und Umlaute
Der internationale Standard umfasst nur A bis Z und dazu É. Mehrere Sprachen haben später eigene Codes ergänzt, zum Beispiel Ä (.−.−), Ç (−.−..), Ñ (−−.−−), Ö (−−−.) und Ü (..−−). Manche dieser Codes teilen sich mehrere Buchstaben: Ä und Æ sind gleich, ebenso Ö, Ó und Ø. Im deutschen Sprachraum gibt es außerdem einen eigenen Code für CH (−−−−). Buchstaben ohne eigenen Code werden normalerweise ohne Akzent gesendet, aus á wird also A und aus ß SS. Der Übersetzer auf dieser Seite macht genau das und sagt dir, welche Zeichen er geändert hat. Beim Zurückübersetzen liest er −−−− als CH; beim Schreiben sendet er CH als C und H.
So lernst du Morsecode
Lern den Code nach Gehör, nicht durch Abzählen von Punkten in einer Tabelle. Wer die Tabelle visuell auswendig lernt, bleibt bei langsamen Tempi hängen, weil er jeden Punkt und Strich im Kopf übersetzt. Hör stattdessen jeden Buchstaben als ganzen Rhythmus: A klingt wie di-dah, B wie dah-di-di-dit.
Die meisten Kurse nutzen die Koch-Methode zusammen mit Farnsworth-Abständen: Die Buchstaben werden vom ersten Tag an mit etwa 18 bis 20 WPM gespielt, aber mit längeren Pausen dazwischen, damit das Gesamttempo langsam genug zum Nachdenken ist. Fang mit zwei Buchstaben an, nimm einen neuen dazu, sobald du die aktuellen mit etwa 90 Prozent Genauigkeit erkennst, und übe 10 bis 15 Minuten am Tag. Setz im Übersetzer den Haken bei Farnsworth-Abstände, stell das Tempo auf 20 WPM und das effektive Tempo auf 5 bis 10 WPM und lass dir dann Wörter vorspielen, die du eintippst.