Die kurze Antwort
Öffne das Video im Tool unten. Wähle 90° nach rechts, 90° nach links oder 180°, oder dreh mit den Dreh-Schaltflächen weiter, bis die Vorschau passt; die Vorschau spielt das Video schon gedreht ab und zeigt die Größe des Ergebnisses. Lass die Methode auf Schnell (ohne Qualitätsverlust) und drück auf Video drehen. Danach erscheint ein Player mit dem Ergebnis und der Schaltfläche Herunterladen.
Das Video bleibt in seinem Originalformat (eine MP4 bleibt MP4) und der Ton bleibt erhalten. Alles passiert auf deinem Gerät, es wird also nichts hochgeladen.
Hier ausprobieren: Video drehen
Vollständige Tool-Seite öffnenWarum Videos seitlich landen
Der Kamerasensor eines Handys nimmt immer in dieselbe Richtung auf. Wenn du das Handy hochkant hältst, dreht es die Bilder nicht; es schreibt eine Ausrichtungsangabe in die Datei, die dem Player sagt, dass er das Video um 90 Grad gedreht anzeigen soll. Meistens klappt das wunderbar.
Probleme gibt es, wenn das Handy die Ausrichtung falsch errät, zum Beispiel wenn du die Aufnahme startest, während das Handy flach auf dem Tisch liegt, oder wenn du es erst nach dem Start drehst. Außerdem ignorieren manche älteren Player, Schnittprogramme und Websites die Ausrichtungsangabe, sodass ein Video, das auf dem Handy gut aussieht, anderswo seitlich erscheint.
Schnell drehen oder neu kodieren
Weil MP4- und MOV-Dateien diese Ausrichtungsangabe schon haben, muss eine reine Drehung nur sie ändern. Die Videodaten werden unverändert kopiert: Selbst eine einstündige Aufnahme ist in Sekunden fertig, und die Qualität ist identisch mit dem Original. Genau das macht Schnell (ohne Qualitätsverlust).
Neu kodieren dreht das Bild selbst und komprimiert es neu. Das brauchst du, wenn ein Programm die gedrehte Datei trotzdem seitlich zeigt, weil es die Ausrichtungsangabe ignoriert. Es dauert länger, ungefähr im Verhältnis zur Länge des Videos, und die Qualität ist minimal geringer, was man beim normalen Anschauen aber kaum bemerkt. Spiegeln braucht immer eine Neukodierung, ebenso WebM- und MKV-Dateien, die keine Ausrichtung speichern können.
| Situation | Was passiert | Dauer | Qualität |
|---|---|---|---|
| MP4 oder MOV, nur Drehung, Schnell | Ausrichtungsangabe ändert sich | Sekunden | Identisch |
| MP4 oder MOV, Neu kodieren | Bild wird gedreht und neu gespeichert | Hängt von der Länge ab | Sehr nah am Original |
| Jede Spiegelung | Bild wird gespiegelt und neu gespeichert | Hängt von der Länge ab | Sehr nah am Original |
| WebM oder MKV | Bild wird gedreht und neu gespeichert | Hängt von der Länge ab | Sehr nah am Original |
In welche Richtung drehen
Schau dir die Vorschau an und überleg, wo oben im Bild sein sollte. Ist oben links, wähle 90° nach rechts; ist oben rechts, wähle 90° nach links; steht das Video auf dem Kopf, wähle 180°. Die Dreh-Schaltflächen drehen jeweils um 90 Grad weiter, du kannst also auch einfach klicken, bis es passt.
Auch die Größenangabe unter der Vorschau hilft: Ein Handyvideo im Hochformat sollte am Ende höher als breit sein, zum Beispiel 1080×1920, ein Video im Querformat breiter als hoch.
- Oberer Bildrand links: 90° nach rechts
- Oberer Bildrand rechts: 90° nach links
- Auf dem Kopf: 180°
- Schrift ist spiegelverkehrt: Spiegeln (links nach rechts)
Ein Video spiegeln
Frontkameras und viele Webcams nehmen ein Spiegelbild auf, deshalb ist Schrift auf einem T-Shirt, einem Whiteboard oder einem Schild spiegelverkehrt. Spiegeln (links nach rechts) behebt das. Auf den Kopf stellen spiegelt das Bild von oben nach unten, was bei Aufnahmen durch einen Spiegel oder mit einer kopfüber montierten Kamera hilft.
Beide Spiegelungen gleichzeitig ergeben dasselbe wie eine Drehung um 180 Grad, deshalb speichert das Tool das bei MP4 und MOV auf dem schnellen Weg. Die Seite Video spiegeln öffnet dasselbe Tool mit schon ausgewähltem Spiegeln (links nach rechts).
Auf Handy oder Computer ohne zusätzliche Apps drehen
Auf dem iPhone öffnest du das Video in der Fotos-App, tippst auf Bearbeiten, dann auf das Symbol zum Zuschneiden und nutzt die Drehen-Taste in der Ecke, danach tippst du auf Fertig. In Google Fotos auf Android tippst du auf Bearbeiten, dann auf Zuschneiden, und nutzt Drehen. Unter Windows kann Clipchamp Videos drehen; auf dem Mac hat der QuickTime Player im Menü Bearbeiten die Befehle zum Drehen nach links und nach rechts, bevor du speicherst.
Das Browser-Tool ist praktisch, wenn du an einem Computer ohne Schnittprogramm sitzt, ein verlustfreies Ergebnis brauchst, ein Video spiegeln willst oder mit WebM- und MKV-Dateien arbeitest, die die eingebauten Apps vielleicht nicht öffnen.
Häufige Probleme und Lösungen
- Das gedrehte Video läuft in einem Programm immer noch seitlich: Dieses Programm ignoriert die Ausrichtungsangabe. Dreh das Original noch einmal mit Neu kodieren.
- Das Drehen dauert lange: Du hast Neu kodieren, eine Spiegelung oder eine WebM- oder MKV-Datei gewählt. Lange Videos brauchen auf langsameren Geräten Zeit; lass den Tab offen, bis es fertig ist.
- Dein Browser kann das Video in dieser Datei nicht lesen: Manche Codecs, etwa HEVC vom iPhone, lassen sich nicht in jedem Browser dekodieren. Schnelles Drehen klappt bei MP4 und MOV trotzdem; zum Neu kodieren probier Chrome, Edge oder Safari.
- Der Ton fehlt: Das Ergebnis behält den Ton. Wenn der Originalton nicht umgewandelt werden konnte, steht ein Hinweis unter dem Ergebnis.
- Das Video war nur auf einer Website seitlich: Probier die Option Neu kodieren, denn manche Upload-Seiten ignorieren die Ausrichtungsangabe.